Treffen der Dithmarscher "Plattsnackers"

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Ideengeberin Marga Sprick.

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Bernd Rachuth, Vorsitzender der Klaus-Groth-Gesellschaft, bedankt sich bei Jule Langeloh mit einem Buch für ihren Vortrag.

"To´n gegensietigen Kennenlehrn un Vörstellen" trafen sich Dithmarscher "Plattsnackers" am Freitag, 16. November, im Albersdorfer Dithmarsenpark. Gemeinsames Ziel ist es, die plattdeutsche Sprache in unserer Region lebendig zu halten. Daher soll die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gruppierungen intensiviert und gemeinsame Projekte verwirklicht werden.

Bereits der Nachmittag war ein gutes Beispiel für das Zusammenwirken plattdeutscher Gruppen. Marga Sprick hatte die Idee zu dem Treffen, Reimer Böge von der Albersdorfer Gruppe "Snack op de Deel" übernahm die Organisation, die Klaus-Groth-Gesellschaft unter ihrem Vorsitzenden Bernd Rachuth die Schirmherrschaft und die Einladungen.

Etwa 150 Plattsnackers aus ganz Dithmarschen folgten der Einladung. Unter ihnen Vereine, Musiker, Theatergruppen, plattdeutsche Krinks und interessierte Bürger. Die Gruppierungen stellten sich und ihre Aktivitäten vor und gaben Kostproben ihres Wirkens.

Einen vorbildlichen Weg, die plattdeutsche Sprache am Leben zu erhalten, geht die Eiderschule Dellstedt-Wrohm-Pahlen. In den dritten und vierten Klassen wird eine Plattdeutsch AG angeboten, in der die ehrenamtliche "Plattdeutsch-Lehrerin" Heike Christiansen den Schülern die plattdeutsche Sprache näher bringt. Eine der Schülerinnen in der AG ist Jule Langeloh, die auch am Wettbewerb "Schölers leest Platt" teilgenommen hat. Beim Schul-Wettbewerb, beim Landschafts-Wettbewerb und beim Regional-Wettbewerb ging sie als Siegerin hervor, beim Landeswettbewerb belegte sie den dritten Platz in der Altersstufe 3./4. Schuljahr. Auf dem Treffen trug sie die Geschichte "De plietschen Wörm" in bemerkenswert gutem Platt vor.

Einig war man sich darüber, das Plattdeutsche als Umgangssprache zu stärken. Wie es bei manchen Gemeinderatssitzungen geschieht, die auf ganz Platt abgehalten werden. Aber auch im Vereinsleben hat sich Platt noch als lebendige Sprache erhalten. Gute Beispiele sind die Ringreiter, die Schützenvereine, die Boßler und die Heider Eggen. Es wurde auch ein mögliches erstes Ziel der Zusammenarbeit formuliert: "Een Dithmarschen-Dag op Platt".


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Plattsnackers bei Treffen im Dithmarsenpark.