Aktuelles 

Radio-Tipp

Vom 06.05.2022 bis 08.05.2022 führte die Klaus-Groth-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Heide und der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Heide eine Tagung durch, in deren Mittelpunkt zum einen das niederdeutsche Werk des Dichters Hinrich Kruse (1916 bis 1994) und zum anderen der Komponist Gustav Jenner (1865-1920) stand. Nun wird der Offene Kanal Westküste am 24.05.2022 um 18 Uhr und am 28.05.2022 um 13 Uhr einen Mitschnitt senden, der die Vorträge von Niklas Hachmann und Alena Hansen-Wilkens wiedergibt, die sich mit den einflussreichen Texten Kruses beschäftigen, und Heiner Egges Lesung aus seinem Roman "Keitum, ich muss dich lassen. Die Lebensreise des Komponisten Gustav Jenner".

 

 

Briefe der Freundschaft

Der Briefwechsel zwischen Klaus Groth und Johannes Brahms

Die Fortsetzung des Online-Projektes der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein und der Klaus-Groth-Gesellschaft finden Sie hier unter "Aktuelles" mit dem 67. Brief, geschrieben von Groth an Brahms mit Datum vom 24. Sept. 1888 (siehe unten - bitte scrollen).

 

 

Sendung des Tagungsmitschnitts auf OK Westküste

Die am Sonnabend, den 11.12.2021, ausgestrahlte Sendung des Mitschnitts der Klaus-Groth-Tagung vom 09.10.2021, welche unter der Überschrift "Dichterliebe und Dichterehe" Doris Groth, der Ehefrau des niederdeutschen Dichters, gewidmet war, ist in der Mediathek des Offenen Kanals Westküste unter folgender Adresse abrufbar:

https://www.oksh.de/wk/hoeren/mediathek/?beitrag=dichterliebe-dichterehe-klaus-groth-tagung-2021

 

 

Der Vorstand der Klaus-Groth-Gesellschaft

Nach den Wahlen im Rahmen der Klaus-Groth-Tagung 2022 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Robert Langhanke, Flensburg
Stellv.Vorsitzender: Hans-Harald Böttger, Süderdorf
Sekretär: Heiko Peters, Heide
Schatzmeister: Wolfgang Schulz, Heide
Schriftführer: Dr. Hargen Thomsen, Lohe-Rickelshof
Beisitzer: Dr. Telse Lubitz, Museumsleiterin, Heide
                Heiko Thomsen, Hamburg

 

  

Briefe der Freundschaft

Der Briefwechsel zwischen Klaus Groth und Johannes Brahms

Im Mittelpunkt dieses spannenden Online-Projekts der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein und der Klaus-Groth-Gesellschaft steht die norddeutsche Künstlerfreundschaft zwischen dem Komponisten Johannes Brahms und dem niederdeutschen Dichter Klaus Groth. Die Brahms-Gesellschaft und die Klaus-Groth-Gesellschaft werden wöchentlich in einem alternierenden Rhythmus den Briefwechsel von Klaus Groth und Johannes Brahms online auf den Webseiten veröffentlichen. Schauen Sie also auch regelmäßig auf die Seite der Brahms-Gesellschaft.
Der gesamte Briefwechsel zwischen den beiden Künstlern mit zahlreichen Anmerkungen und sehr lesenswerten Erinnerungen von Klaus Groth an seinen Freund Johannes Brahms ist 1997 im Boyens Buchverlag unter dem Titel „Johannes Brahms – Klaus Groth. Briefe der Freundschaft“ erschienen. Das Buch liegt für interessierte Besucher im Brahms-Haus zur Ansicht aus und kann dort auch erworben werden. Mit besonders dankenswerter Unterstützung vom Boyens Buchverlag.

 

 

67. Groth an Brahms

Kiel, 24. Sept. 1888

Lieber Freund!

Detlev Freiherr von Liliencron. Kellinghusen. Holstein ist die verlangte Adresse. Übrigens kann Simrock mir gern die Lieder für ihn mitschicken, ich schreibe ihm dann einige freundliche Worte dabei, er hat hier lange an einer Wunde von 1871 im Krankenhause traurig danieder gelegen.

Jenner werde ich gelegentlich sagen, dass für ihn ein Paket aus Frankfurt bei Dir liegt. Es werden Kompositionen sein, auf die er wohl Antwort in dem Briefe kürzlich bekommen. Wenn nötig, kann er Dir schreiben und um Zusendung bitten.

Ich schrieb Dir einen Brief nach Thun, den man Dir hoffentlich nachgeschickt hat, sonst wiederhole ich meine Bitte, dass Du Wort halten und mich besuchen mögest, wenn Du nach Hamburg kommst.

"Stiftmütterlin" ist sinnig, war mir unbekannt, ich werde dem Worte nachgehen. Hier erschien kürzlich eine Botanik: "Flora von Schleswig-Holstein von Dr. Knuth", zu der ich die plattdeutschen Pflanzennamen lieferte. Ihre Zahl ist unerwartet klein, das Volk benennt nur, was es isst und was sehr auffällt. Sogar die Namen großer Baumarten sind lange schwankend gewesen, selbst Eiche und Buche scheinen im Altertum verwechselt zu sein. Weißt Du, dass der Aristoteles des Mittelalters, Albertus Magnus, Bischof von Köln, behauptet: Wenn man einen Zweig von einer Eiche abschneidet und in die Erde setzt, bis er gewachsen, von der jungen Eiche wieder einen Zweig ebenso und es gelingt dies siebenmal, so ist es zuletzt eine Weinrebe. Albert der Große (nicht mein Säugling) baute (im 13. Jhdt.) die ersten Treibhäuser in Köln und bewirtete einen Kaiser bei seinem Besuche Weihnachten mit frischen reifen Kirschen. - Doch von so etwas muß man nicht zu schreiben anfangen, dann hört man nicht wieder auf, besser mündlich.

Schau Dir doch einmal, wenn Du es nicht kennst, das "Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedr. Kluge, Straßburg, Karl Trübner" an, das eben in 4. Aufl. erscheint (kostet 10 M). Es ist ein vorzügliches Werk, nicht zu weitschweifig (etwa 500 Seiten), recht ein Buch zum Blättern und Nachschlagen. Ebendort erschien vom selben Verf. "Von Luther bis Lessing. Sprachgeschichtl. Aufsätze" (150 S., M. 2,50), das ich mit dem allerhöchsten Interesse gelesen habe. Es ist gut geschrieben, nicht stockphilologisch. Du kannst es übrigens beides bei mir ansehen.

  Nu lebe wohl und "Komm bald!"

                                                                                                                                                                                            Dein Klaus Groth

 

  

Klaus Groth - Jubiläumsmagazin zum 200. Geburtstag

„An Heben seil de stille Maan.“
Klaus Groth – Sein Leben, sein Werk
Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr
Klaus Groth in der heutigen Zeit

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