Aktuelles

 

 

Ausschreibung 8. Klaus-Groth-Preis der Stadt Heide

In diesem Jahr wird der Klaus-Groth-Preis für niederdeutsche Lyrik zum achten Mal ausgeschrieben. Getragen wird der Preis von der Stadt Heide, der Sparkasse Westholstein und der Klaus-Groth-Gesellschaft.

Gefordert werden drei bis fünf Gedichte in niederdeutscher Sprache. Thema und Form können frei gewählt werden und sowohl traditionelle als auch moderne Ausprägungen annehmen. Die Gedichte müssen eigenständig verfasst werden und können schon veröffentlicht worden sein, dürfen aber noch nicht bei einem anderen Wettbewerb prämiert worden sein.

Dem Bewerbungsschreiben müssen die Gedichte ohne Namensnennung in einem geschlossenen Umschlag beigefügt werden. Die Einsender erklären sich mit einer möglichen Publikation ihrer Texte im Jahrbuch der Klaus-Groth-Gesellschaft einverstanden.

Der Preis ist mit 3.000,- Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am Sonntag, dem 11. Juni 2023, um 17.00 Uhr auf der Museumsinsel Lüttenheid in Heide statt.

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen bis zum 1. März 2023 an: Stadt Heide "Klaus-Groth-Preis der Stadt Heide", Postelweg 1, 25746 Heide. 

 

 

Briefe der Freundschaft

 

Der Briefwechsel zwischen Klaus Groth und Johannes Brahms

 

Die Fortsetzung des Online-Projektes der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein und der Klaus-Groth-Gesellschaft finden Sie hier unter "Aktuelles" mit dem 73. Brief, gesendet von Johannes Brahms an Klaus Groth am 27. Dezember 1890, und dem 74. Brief, gesendet von Johannes Brahms an Klaus Groth im Dezember 1891 (siehe unten - bitte scrollen), und auf der Internetseite der Brahms-Gesellschaft mit dem 71. und 72. "Brief" (siehe https://brahms-sh.de ).

 

 

 

Blömeken blau, Man gau, blöh man gau!

 

Am Dichterrosentag, dem 4. Juni 2022, erinnerte die Klaus-Groth-Gesellschaft an den Heider Dichter und sein Werk sowie unter dem Motto "Eine Rose für die Blaue Blume" an den 250. Geburtstag des Dichters Friedrich von Hardenberg (1772-1801), bekannt als Novalis, mit der Strophe aus Groths "Blömeken, blöh":

 

... Blömeken blau,

Man gau, blöh man gau!

De Rosen, de Nelken,

Sünd all ant Verwelken.

Blömeken blau,

Man gau, blöh man gau! ...

 

Der deutschlandweit tätige Verein Literaturlandschaften ruft jährlich Literaturfreunde im Im- und Ausland sowie alle literarischen Einrichtungen und Institutionen auf, am sogenannten "Dichterrosentag" in ihrer eigenen Region an einem mit einer Schriftstellerin oder einem Schriftsteller verbundenen Ort eine Rose niederzulegen, um mit dieser kleinen Geste an die Person und das Werk zu erinnern. Die Rosendokumentation 2022 können Sie hier einsehen unter

https://verein-literaturlandschaften.de/rosenaktion/

 

 

  

Die Aufgabe der Klaus-Groth-Gesellschaft - Hörbeitrag in der Mediathek des OK Westküste

 

Seit 1949 ist es die Aufgabe der Klaus-Groth-Gesellschaft, das Werk des Literaten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Zeitgleich setzt sie sich für die Niederdeutsche Sprache ein. Ein hörenswerter Beitrag des Sendeverantwortlichen Christian Nicolay vom 29.04.2022 ist hier in der Mediathek des Radiosenders OK Westküste aufzurufen:

 

https://www.oksh.de//wk/hoeren/mediathek/page/3/?beitrag=aufgabe-der-klaus-groth-gesellschaft

 

 

Sendung des Tagungsmitschnitts auf OK Westküste

Die am Sonnabend, den 11.12.2021, ausgestrahlte Sendung des Mitschnitts der Klaus-Groth-Tagung vom 09.10.2021, welche unter der Überschrift "Dichterliebe und Dichterehe" Doris Groth, der Ehefrau des niederdeutschen Dichters, gewidmet war, ist in der Mediathek des Offenen Kanals Westküste unter folgender Adresse abrufbar:

https://www.oksh.de/wk/hoeren/mediathek/?beitrag=dichterliebe-dichterehe-klaus-groth-tagung-t2021

 

 

Der Vorstand der Klaus-Groth-Gesellschaft

Nach den Wahlen im Rahmen der Klaus-Groth-Tagung 2022 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Robert Langhanke, Flensburg
Stellv.Vorsitzender: Hans-Harald Böttger, Süderdorf
Sekretär: Heiko Peters, Heide
Schatzmeister: Wolfgang Schulz, Heide
Schriftführer: Dr. Hargen Thomsen, Lohe-Rickelshof
Beisitzer: Dr. Telse Lubitz, Museumsleiterin, Heide
                Heiko Thomsen, Hamburg

 

  

Briefe der Freundschaft

Der Briefwechsel zwischen Klaus Groth und Johannes Brahms

Im Mittelpunkt dieses spannenden Online-Projekts der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein und der Klaus-Groth-Gesellschaft steht die norddeutsche Künstlerfreundschaft zwischen dem Komponisten Johannes Brahms und dem niederdeutschen Dichter Klaus Groth. Die Brahms-Gesellschaft und die Klaus-Groth-Gesellschaft werden wöchentlich in einem alternierenden Rhythmus den Briefwechsel von Klaus Groth und Johannes Brahms online auf den Webseiten veröffentlichen. Schauen Sie also auch regelmäßig auf die Seite der Brahms-Gesellschaft.
Der gesamte Briefwechsel zwischen den beiden Künstlern mit zahlreichen Anmerkungen und sehr lesenswerten Erinnerungen von Klaus Groth an seinen Freund Johannes Brahms ist 1997 im Boyens Buchverlag unter dem Titel „Johannes Brahms – Klaus Groth. Briefe der Freundschaft“ erschienen. Das Buch liegt für interessierte Besucher im Brahms-Haus zur Ansicht aus und kann dort auch erworben werden. Mit besonders dankenswerter Unterstützung vom Boyens Buchverlag.

 

 

74. Brahms an Groth

                                                                                                                                                                                                             (Wien, Dezember 1891)

Lieber Freund,

Ich danke herzlich für Deinen lieben Brief, aber ich komme nicht gleich zum Antworten.

Nur eines: mich wundert, daß Du Dich nicht des Allmers gegen Wustmann annimmst!

Über die betr. Stelle kann doch niemand weglesen. Meiner Empfindung aber leuchtet sie ein, u. sie ist mir heute noch recht u. lieb.

Deine Ändrung (u. manche andre) liegt so nah - daß ich erst recht dem Dichter die schöne Freiheit gönne! Vor Deinem Urteil muß ich natürlich Respekt haben. Aber vielleicht hattest Du so viel "Ja" zu sagen beim Lesen des W(ustmann), daß dies so mitlief.

U. s. w. Für heute nur Dank u. hoffentlich sieht Dich bald wieder so frisch u. froh wie neulich

Dein herzlich grüßender J. Brahms

 

73. Brahms an Groth

(Wien, 27. Dezember 1890)

Lieber Freund,

Dein liebes Heft kam grade so hübsch zeitig am heiligen Abend, daß ich es gleich in aller Behaglichkeit lesen konnte, bis ich, spät erst, zu Freunden mußte. Du kannst Dir denken, wie gern u. mit welcher Freude ich dabei war, Dir in die Heimat u. an den Rhein folgte, vom alten herrlichen Quickborn las, der nie aufgehört hat, bei mir eine Quelle liebsten u. schönsten Genusses zu sein, u. wie ich mich freute, daß Du uns von dem allem noch so frisch erzählen kannst.

Für heute nur diesen vorläufigen Dankesgruß, die schönste Fortsetzung aber wäre doch ein Plauderstündchen in Deiner Kajüte! Hoffentlich bringt das neue Jahr recht bald diese Freude Deinem von Herzen grüßenden J. Brahms.

(Adresse auf dem Umschlag:) Herrn Professor / Dr. Klaus Groth. / Kiel. / in Holstein.

***

Aus einem Brief Groths an Charlotte Finke vom 28. November 1891 geht hervor, daß er kurz zuvor vom Verleger Fritz Simrock darüber unterrichtet worden war, daß Brahms in Meiningen mit Joseph Joachim, dem Cellisten Robert Hausmann und dem Klarinettisten Richard Mühlfeld zwei neue Werke geprobt hatte: das Klarinettentrio a-moll (op. 114) und das Klarinettenquintett h-moll (op. 115), die am 12. Dezember in Berlin öffentlich uraufgeführt werden sollten, daß er aber zuvor noch für ein paar Tage nach Hamburg kommen werde, um seine schwerkranke Schwester Elise Grund zu besuchen. Groth reiste nach Hamburg, um Brahms zu treffen.

An Theodor Thomsen schrieb er am 9. Dezember im Rückblick: "Es waren zwei herrliche Tage. (...) Fast hätte ich mich von Brahms bereden lassen, Sonnabend abend mit ihm nach Berlin (Askanischer Hof) zu fahren, er erzählte mir von seinem Quintett und Trio, jedes mit Klarinett. Ich bekäme es schwerlich gut zu hören, denn die Klarinettstimme sei sehr schwer. Er habe den Mann in Meiningen eingeübt und bekomme ihn auch nach Berlin. Es sei eine schöne Klangfarbe. Am Sonntag, Montag brächte Bülow seine 4. Symphonie usw. usw. Ich bemerkte leider, daß meine Kraft nicht ausreichte, lag schon den Nachmittag auf dem Sofa und ließ mir von Brahms erzählen und erzählte ihm." Charlotte Finke gegenüber hatte Groth schon am 5. Dezember von Hamburg aus resümiert: "Es hat mich sehr erquickt, mit ihm zu sein." Auch in den "Erinnerungen an Johannes Brahms" erzählt Groth von dieser letzten persönlichen Begegnung mit dem Freund, verlegt sie aber irrtümlich in den November 1892.

Seinem Sohn Albert berichtete Groth am 21. Dezember brieflich von einem gemeinsamen Besuch bei Pius Warburg und von einem Essen beim Ersten Bürgermeister Petersen. "Der 82jährige Herr ließ uns erst nach 1Uhr fort. Dafür war ich den zweiten Tag müde und wagte nicht, Brahms' Bitte zu folgen, mit ihm und Carl nach Berlin zu gehen, wo zwei neue Instrumentalsachen von ihm aufgeführt wurden. Ich schlief 12-13 Stunden und reiste mit Carl zu Haus. Gern hätte ich sonst auch Lizzie in Berlin gesehen, die ich an Brahms empfohlen, 'werde sie aufs freundlichste empfangen', was er auch getan." Als Nachschrift fügte Groth hinzu: "Brahms fragte sehr nach meinem 'Säugling', ich mußte ihm erzählen, er grüßt."

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Klaus Groth - Jubiläumsmagazin zum 200. Geburtstag

„An Heben seil de stille Maan.“
Klaus Groth – Sein Leben, sein Werk
Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr
Klaus Groth in der heutigen Zeit

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